08. Juli 2017

 

Twangtone Dakota Red by Orion

 

Mein absoluter Favorit in Sachen Zerre.  

Das Dakota Red. 

Dieses wunderbare Pedal ist ein Overdrive mit Booster, der wahlweise vor oder hinter dem OD geschaltet werden kann. 

Das Dakota Red entstand durch die Zusammenarbeit von Orion Effekte und Guitar Wash. Ich kann mir richtig vorstellen, wie Heinz und Jan zusammengehockt haben, herum gesponnen, nachgedacht, ausgedacht und probiert haben. Wie sie Ideen entwickelt und wieder verworfen haben, bis das Dakota Red dabei heraus kam.

Es ist das erste Pedal, das mir genau die Art von Verzerrung generiert, die mir gefällt. Ein wenig rau, aber nicht so sehr, dass mir mein Fingerpicking zugematscht wird. Etwas derber, wenn ich es brauche. Ohne den Sound zu verbiegen. Keine übermäßigen Mitten, kein Höhenklau, kein Bassklau, kein gar nichts.  Einfach nur Verzerrung. Das ist sehr gut.

Beim Dakota kann ich sogar endlich auch mal beherzt an den Reglern drehen, ohne dass es gleich anfängt, wie wild zu hupen und zu quietschen. Das konnte ich bei den wenigsten Pedalen, die ich bisher so probiert habe. Am schlimmsten fand ich den Sweet Drive, bei dem ich den Gainregler gar nicht anfassen durfte, ohne dass es zuviel des Guten wurde. Andere Overdrives machen  so eine weiche Verzerrung. Gitarristen nennen das wohl gerne "cremig", aber für mein Spiel war das nie ein angenehmer Sound.  Mir fehlte da immer der Knack im Bass und Beißen ohne Aua in den Höhen.     

Das Dakota Red lässt da für mich keine Wünsche offen. 

Immer an ist bei mir der Boost. Der ist klasse. Wenn man den Boost-Regler auf Null gedreht hat, macht er den Sound so ein ganz klein wenig dicker. Ist kaum hörbar, erst beim An- und Ausschalten hört man den Unterschied. Dreht man den Regler weiter auf, wird es einfach nur lauter, ohne irgendeine weitere  Veränderungen im Sound. Ich habe den Boost immer vor dem Drive, weil es mir gefällt, wie die Zerre gröber wird, je weiter der Boost aufgedreht wird. 

Bei kleinen Amps wie dem Jojo Sweet Baby braucht man natürlich keinen Drive, aber der Boost vor solch kleinen Schnuckelchen ist der Hammer. Da klingen sie fast wie die Großen, die lütten Dinger.. Über eine vernünftige 12er Box gespielt ist die Orion-geboostete Lautstärke auch mit nur 5 Watt für kleine Gigs völlig ausreichend.  .Naja, es kommt natürlich drauf an, wie gut der Drummer sein Geschäft versteht. Die meisten Schlagwerker sind ja so unbeherrscht.

Meinen Dakota Red habe ich ein wenig gemoddet.

Wenn man ganz genau hinhört, merkt man doch tatsächlich, dass der Sound mit den weißen Knöpfen gleich viel heller...

Gell? 

 

 

 

 

Ich habe mir erlaubt, einfach ein wenig mit dem Dakota zu daddeln. Nichts Dolles, denn wie schon geschrieben bin ich wahrlich kein Viedeokünstler. Dennoch hört ihr vielleicht, wie wenig das Dakota Red den Sound verbiegt. Gespielt habe ich auf einer Gibson Country Gent Chet Atkins über einen Twangtone Deluxe. Ein ganz besonderer Amp, über den ich bald berichten werde. Aufgenommen wurde das Ganze mit einer Zoom Q4 in einer Ecke meiner unaufgeräumten Werkstatt.

 

 

 

 

Hier ist mein Lieblings-Video über das Dakota Red. Ein kleiner Blick hinter die Kulissen.  Es macht mir einen riesigen Spaß, den beiden zu zu sehen und zu hören.

 

 

 

 

Auch nett sind diese beiden Videos. Heinz zeigt, was das Dakota kann. 

Hier ist der Link zu Orion Effekte

Wunderbare Effekte Made in Germany

Und der Link zu Guitar Wash

Vorbeischauen lohnt hier immer

Vielen Dank fürs Lesen

Euer Jansson